Anleitung zum Arbeiten mit Bundles
Ist dies Ihre Situation?
Sie haben einen klassischen Bundle-Artikel, der sich aus zwei verschiedenen Mehrwertsteuersätzen zusammensetzt.
So funktioniert's
Artikelanlage
In der Regel werden Bundle-Artikel automatisch korrekt über die Bibliographie angelegt. Handelt es sich um Zeitschriften oder Fortsetzungen, müssen die Artikel manuell bearbeitet werden. Legen wir von Hand ein Abo-Bundle an, also eine Fortsetzung oder eine Zeitschrift, MÜSSEN wir einen Preis eingeben, auch wenn der rein fiktiv ist. Der Preisbestandteil kann sonst anteilig nicht ermittelt werden, auch die Preisangabe des Preisbestandteils ist ein Pflichtfeld.
Folgende Option muss bei jedem Artikeltyp gesetzt sein, damit er zu einem Bundle werden kann:
Sobald der Bundle-Typ auf "Bundle" eingestellt wird, erscheint links im Navigationsbereich ein Eintrag "Preisbestandteile". Dort können jetzt die entsprechenden Preisbestandteile eingefügt/angepasst werden. Die Eingabe bezieht sich prozentual auf den eingegebenen Preis der Basisdatenkarte - dieser Preis wird dann automatisch als 100% angenommen, die anteilige Verteilung auf die Preisbestandteile nimmt flow automatisch vor!
Mit "Fertig stellen" sieht es danach so aus:
Ein Artikel kann beliebig viele Preisbestandteile enthalten; mit Speichern des Preisbestandteils wird die anteilige Aufteilung dargestellt.
**Bitte beachten**Die Eingabe der EAN des Preisbestandteils unterliegt NICHT der gültigen Formatsprüfung für EANs, weil es durchaus sein kann, dass es sich um die EAN des Basisartikels plus einen Zusatz wie „-2" handelt.
**Bitte beachten**Wenn statt „Digitaler Anteil" eine eigene Bezeichnung vergeben wird, es ist möglich, dass diese im Rahmen einer automatischen Preisaktualisierung wieder überschrieben wird.
Ein Preisbestandteil eines Artikels kann im flow NIE ein eigenständiger Artikel sein.
**WICHTIG**Alle Umsätze von Preisbestandteilen landen NICHT auf dem Basisartikel, sondern jeweils auf einem Standardartikel mit der entsprechenden Mehrwertsteuer, es gibt also je MwSt. Satz EINEN Standardartikel, auf den alle Umsätze zusammen laufen.
Eingabesyntax, wenn ein 19%-Artikel zu einem Bundle wird
Artikel aufrufen, ggf. den Preis eintragen (falls noch nicht vorhanden) und dann den Bundle Typ umstellen:
…dann in den Preisbestandteilen "Neu" klicken:
Standard-Vorschlag ist immer, den "Digitalen Anteil" zu hinterlegen, wir fangen aber in diesem Fall umgekehrt an und legen erst den Printanteil an!! Sieht dann so aus:
Fertig stellen – dann sieht es so aus:
Nun per Doppelklick (oder bearbeiten) den vermeintlichen "Printanteil" mit der vollen MwSt. aufrufen und die Bezeichnung anpassen:
Fertig:
Kassenverkauf eines Bundle-Artikels
Bei einem Kassenverkauf scannt der Anwender ebenfalls einfach den Basis-Artikel, an der Kasse selbst ist vom Bundle oberflächlich wenig zu sehen:
Der Kassen(bar)verkauf läuft wie gewohnt, auch ein Nachlass kann gewährt werden, vorausgesetzt, der Artikel lässt den Nachlass zu. Dann wird ausgehend vom rabattierten Endbetrag die anteilige Aufteilung auf die Preisbestandteile vorgenommen. Auf dem Bon sieht es dann so aus:
Auftragsanlage
Auch bei der Auftragsanlage muss der Anwender nichts beachten, lediglich auf der Rechnung (dem Lieferschein) sind die Preisbestandteile aufgeführt. Ansicht im Auftrag:
So kann die Rechnung dazu aussehen:
Verlegerrechnung erfassen
Handelt es sich bei dem Bundle-Artikel um eine Zeitschrift, geben wir dazu eine Verlegerrechnung ein. Vorbelegt als Positionspries VK wird der Preis aus dem Artikel, der dann hier entsprechend überschrieben werden muss, von 20 Euro also zu 200, dann sieht die Position so aus:
Auf der Rechnung stehen dann die entsprechenden Positionen aufgeschlüsselt:
Besonderheit der Verlegerrechnungseingabe – per Doppelklick kann ich die Preisbestandteile einzeln bearbeiten:
z.B. Bearbeiten des digitalen Anteils:
**WICHTIG**Diese Eingaben schreiben sich NICHT an den Basisartikel zurück sondern gelten ausschließlich für den eingegebenen Berechnungszeitraum / die vorliegende Rechnung!
Wareneingang Fortsetzungen
Bei einer Fortsetzung können die Preisbestandteile im Wareneingang NICHT einzeln bearbeitet werden, hier wird im Wareneingang wie sonst auch einfach eine neue Ausgabe angelegt und die Preisbestandteile landen dann sichtbar erst auf der Rechnung:
Prozentual wird die Aufteilung genommen, die in den Preisbestandteilen des Artikels hinterlegt ist; der Ausgabenpreis wird also anhand des vorhandenen prozentualen Aufteilungsschlüssels verteilt.
Bibliographie / PC Bis / Artikelaktualisierungen
Artikel sind als Bundle erkennbar und werden bei Übernahme in die Merkliste aktualisiert, sollte also bereits der Artikel in der Datenbank vorhanden sein und zu einem Bundle geändert worden sein, würde diese Änderung nachträglich beim Artikel durchgeführt, dieser stünde dann also auf „Bundle". Der umgekehrte Weg funktioniert NICHT – ein Bundle-Artikel bleibt so lange ein Bundle-Artikel, bis jemand manuell eingreift und ändert.
Auch die Artikelaktualisierung über den Scheduler setzt bei Bedarf Artikel auf „Bundle" um. Bei der Preisaktualisierung via Onyx werden zwei Preise mit unterschiedlichen Steuersätzen geliefert, das ist der einzige Hinweis, dass es sich vermutlich um einen Bundle-Bestandteil handelt. Bei der Nachbibliographie kann ebenfalls von Artikel auf Bundle-Artikel umgestellt werden, mit Ausnahme von VLB, da muss die Funktionalität noch hergestellt werden. Auch der ELS im Wareneingang kann die Info liefern, dass ein Artikel zu einem Bundle-Artikel wird.
Geht nicht?
Bitte überprüfen Sie noch einmal, ob alle Voraussetzungen, die Sie am Anfang dieses Artikels finden, erfüllt sind. Häufig liegt hier schon die Ursache für ein Nichtfunktionieren eines Ablaufs.


















